In einem Lager mit angeschlossenem Arbeitsbereich müssen Aufbewahrung und Nutzung aufeinander abgestimmt sein. Werkzeuge, Kleinteile, Verbrauchsmaterialien und größere Gegenstände stellen unterschiedliche Anforderungen an die Einrichtung. Ein hoher Stahlschrank erfüllt beispielsweise eine andere Aufgabe als ein Werkstattwagen mit Arbeitsplatte. Vor der Möblierung ist zu erfassen, welche Gegenstände gelagert werden, wie häufig eine Entnahme erfolgt und an welchem Ort die Materialien gebraucht werden.
Kurzfassung
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Lagergut nach Größe und Nutzung einteilen
Die Auswahl beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Große Behälter, Handwerkzeuge und kleine Ersatzteile lassen sich nicht auf dieselbe Weise unterbringen. Schränke mit Fachböden nehmen Gegenstände auf mehreren Ebenen auf. Schubladen teilen den verfügbaren Innenraum dagegen in voneinander getrennte Bereiche.
Geschlossene Möbel schirmen ihren Inhalt vom unmittelbaren Arbeitsumfeld ab. Offene Regale halten Kartons und Behälter dagegen direkt zugänglich. Art, Größe und Nutzungshäufigkeit des Lagerguts bestimmen, ob offene Fächer, geschlossene Schränke oder Schubladen benötigt werden.
Die Innenmaße bestimmen, welche Gegenstände tatsächlich aufgenommen werden können. Ein äußerlich großer Schrank bietet nicht automatisch geeigneten Platz für jedes Werkzeug. Fachabstände, Schubladenhöhen und nutzbare Tiefe müssen zu den eingelagerten Gegenständen passen.
Stahlschränke nutzen Höhe und Wandflächen
Hohe Stahlschränke verwenden einen großen Teil des Raums in vertikaler Richtung. Auf mehreren Fachböden lassen sich verschiedene Gegenstände voneinander getrennt unterbringen. Die Grundfläche bleibt dabei durch Breite und Tiefe des jeweiligen Modells begrenzt.
Beim Einrichten eines Lagers mit passenden Werkstattmöbeln sind Höhe, Breite und Tiefe der Möbel gemeinsam zu berücksichtigen. Ein tiefer Schrank kann größere Gegenstände aufnehmen, ragt jedoch weiter in den Raum. Breitere Modelle beanspruchen mehr Wandfläche. Vor den Türen muss zudem genügend Platz verbleiben, damit sie vollständig geöffnet werden können.
Stahl unterscheidet sich von Holzwerkstoffen durch seine Materialbeschaffenheit. Das Metall quillt bei Kontakt mit Feuchtigkeit nicht wie eine ungeschützte Holzfaserplatte auf. Bei beschichteten Stahloberflächen bildet die Beschichtung eine Trennschicht zwischen Metall und Umgebung. Wird diese Oberfläche stark beschädigt, kann freiliegender Stahl jedoch mit Feuchtigkeit reagieren und korrodieren.
Schubladen nach Werkzeuggröße aufteilen
Werkstattschränke mit Schubladen erfüllen eine andere Aufgabe als hohe Schränke mit Fachböden. Jede Schublade bildet einen abgegrenzten Stauraum. Handwerkzeuge, Messmittel oder Zubehör können dadurch nach Art oder Verwendungszweck getrennt werden.
Die Schubladenhöhe bestimmt, welche Gegenstände hineinpassen. Flache Auszüge eignen sich für Werkzeuge mit geringer Bauhöhe, während größere Geräte mehr Innenraum benötigen. Beschriftungen kennzeichnen den Inhalt, wenn mehrere Auszüge äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden sind.
Vor einem Schubladenschrank muss ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. Zur Möbeltiefe kommt der Platz für den geöffneten Auszug. Stehen sich zwei Schränke gegenüber, darf dieser Bereich nicht so knapp bemessen sein, dass geöffnete Schubladen den Durchgang vollständig versperren.
Werkstattwagen für wechselnde Arbeitsorte einsetzen
Ein Werkstattwagen ist im Gegensatz zu einem stationären Schrank nicht an einen festen Einsatzort gebunden. Dank seiner Rollen lassen sich Werkzeuge und Zubehör bequem zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen transportieren.
Eine integrierte Arbeitsplatte dient als Ablage für Teile, die während einer Tätigkeit benötigt werden. Schubladen oder Fächer darunter übernehmen die Aufbewahrung. Vor der Auswahl sind daher nicht nur die Außenmaße, sondern auch Aufteilung und nutzbare Innenräume zu betrachten.
Für fahrbare Möbel werden freie Wege benötigt. Schwellen, enge Durchgänge oder abgestellte Gegenstände können das Verschieben erschweren. Die ergonomischen Bedingungen eines Arbeitsplatzes umfassen unter anderem räumliche und körperbezogene Gesichtspunkte. Bei der Anordnung von Werkstattmöbeln betrifft das beispielsweise erreichbare Arbeitsmittel und geeignete Bewegungsflächen.
Raummaße vor der Aufstellung erfassen
Freie Wandfläche allein reicht für die Platzierung eines Möbelstücks nicht aus. Neben Länge und Höhe des Raums sind Türen, Fenster, vorhandene Maschinen und andere belegte Flächen zu berücksichtigen. Schwenkbereiche von Türen und Auszüge von Schubladen vergrößern den tatsächlichen Platzbedarf.
Ein räumlicher Arbeitsbereich umfasst nicht nur die unmittelbar belegte Stellfläche. Auch Bereiche für Bewegungen und betriebliche Tätigkeiten gehören zur Raumplanung. Deshalb sollte zwischen gegenüberliegenden Möbeln genügend Abstand für die vorgesehenen Arbeitsabläufe bleiben.
Hohe Schränke erfordern zusätzlich eine Prüfung der nutzbaren Raumhöhe. Leitungen oder andere Installationen können verhindern, dass die Wandfläche bis zur Decke für Möbel verwendet werden kann. Eine vorherige Vermessung zeigt, welche Abmessungen tatsächlich in den vorgesehenen Bereich passen.
Aufbewahrungsorte nach Arbeitsabläufen festlegen
Die Position eines Schranks sollte sich nach seinem Inhalt richten. Montagewerkzeuge gehören in die Nähe der entsprechenden Arbeitsfläche, während Verpackungsmaterial näher am Versandbereich untergebracht werden kann. Selten benötigte Reservebestände benötigen dagegen keinen zentralen Platz.
Kurze Entfernungen zwischen Aufbewahrungsort und Einsatzstelle verringern die Zahl der erforderlichen Transport- und Laufwege. Zugleich wird erkennbar, welche Gegenstände dauerhaft am Arbeitsplatz vorhanden sein müssen und welche nur bei bestimmten Tätigkeiten gebraucht werden. Ein Werkstattwagen kann Materialien bei Bedarf aus einem festen Aufbewahrungsbereich an verschiedene Arbeitsplätze bringen.
Konkrete Beschriftungen an Schranktüren und Schubladen erleichtern die Orientierung. Bezeichnungen wie „Messwerkzeuge“ oder „Befestigungsmaterial“ geben einen genaueren Hinweis auf den Inhalt als allgemeine Angaben wie „Material“.
Tragfähigkeit an den Inhalt anpassen
Das Gewicht des Lagerguts muss zur Belastbarkeit des jeweiligen Möbelstücks passen. Bei Schränken kann zwischen der zulässigen Belastung einzelner Fachböden und der Gesamtbelastung unterschieden werden. Entsprechende Herstellerangaben sollten vor der Einlagerung geprüft werden.
Schwere Gegenstände sind in niedrigen Ebenen leichter erreichbar als in großer Höhe. Zugleich liegt der Schwerpunkt des beladenen Möbels tiefer. Bei Werkstattwagen ist eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts relevant, weil sich die Beladung auf das Fahrverhalten auswirkt.
Leichte Verbrauchsmaterialien stellen andere Anforderungen an Fachböden und Schubladen als schwere Werkzeuge oder Maschinenteile. Vor der Auswahl ist daher zu bestimmen, welche Gewichte Fachböden, Schubladen und Werkstattwagen aufnehmen müssen.
Fazit
Für die Auswahl von Werkstattmöbeln sind Lagergut und Arbeitsabläufe gemeinsam zu betrachten. Abmessungen, Innenaufteilung und Bewegungsflächen bestimmen, wo ein Möbelstück sinnvoll eingesetzt werden kann. Stationäre Schränke übernehmen feste Aufbewahrungsaufgaben, Schubladen trennen kleinere Gegenstände und Werkstattwagen bringen benötigte Arbeitsmittel an wechselnde Einsatzorte. Aus den ermittelten Maßen, Gewichten und Entnahmewegen kann abgeleitet werden, welche Möbelart an welcher Stelle benötigt wird.
