Anlagenlayout – die Grundlagen

Anlagenlayout – die Grundlagen

Anlagenlayout – die Grundlagen

Eine Industrieanlage, die über Jahrzehnte Bestand haben soll, muss entsprechend umsichtig, detailliert und vorausschauend geplant werden. Ein Entwurf kann erst angefertigt werden, wenn ein vollständiger Produktionsplan, die Reihenfolge der Ausrüstung und nicht zuletzt das Anlagenlayout festgelegt sind. Denn die Umgebung muss zu den Produktionsanforderungen exakt passen. Dabei müssen unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden, die Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit der Anlage haben können.

Sinn und Zweck eines Anlagenlayouts

Anlagenlayouts sind essenzieller Bestandteil der Anlagenplanung. Das Layout einer Produktionsanlage besteht aus einer Zeichnung, die das Fabrikgebäude mit Maschinen und anderen wichtigen Bestandteilen der Produktionsanlage maßstabsgetreu darstellt. Für moderne Anlagenlayouts werden gerne auch 3D-Modelle genutzt. Diese bieten einige Vorteile gegenüber den traditionellen zweidimensionalen Zeichnungen, da räumliche Gegebenheiten auch in der Höhe besser erfasst und dargestellt werden können. Konstrukteur und Betrachter können am 3D-Modell unterschiedliche Perspektiven einnehmen und das Layout kann schnell und einfach überarbeitet und geändert werden.

Dabei können anhand des Layouts Faktoren wie die Wege und Bewegungen von Waren und Produkten durch die Anlage, Anordnungen von Maschinen sowie die Abstände zwischen einzelnen Geräten unter Berücksichtigung des Gebäudegrundrisses dargestellt und optimiert werden. Darüber hinaus ermöglicht das Anlagenlayout eine Visualisierung von Fertigungsprozessen.

Ein gutes Anlagenlayout verfolgt bestimmte Ziele:

Kostensenkung mittels Anlagenlayout

Wer es schafft, mit dem Anlagenlayout bei der Anlagenplanung die Produktion und die Produktionsabläufe zu optimieren, kann sogar Kosten sparen und Gewinne maximieren. Denn mithilfe des Anlagenlayouts können Fertigungsprozesse beschleunigt werden. Wenn das Layout dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit in jedem einzelnen Schritt des Produktionsprozesses optimiert wird, folgt daraus eine Beschleunigung der Produktion und Arbeitsabläufe im gesamten Unternehmen.

Diese Faktoren beeinflussen das Anlagenlayout

Wie genau ein Anlagenlayout aussieht, kann sehr unterschiedlich sein. Zahlreiche Faktoren spielen dabei eine Rolle und müssen bei der Erstellung des Layouts berücksichtigt werden. Zunächst ist die Art der Produktion ein wichtiger Faktor. So unterscheidet sich das Layout abhängig von der Branche und den zu produzierenden Produkten. Eine Süßwarenfabrik benötigt ein anderes Layout als ein Betrieb für Maschinenbau. Mit diesem Punkt steht auch das Produktionssystem als beeinflussender Faktor in engem Zusammenhang. Eine Anlage mit einem kontinuierlichen Produktionssystem hat andere Ansprüche an das Layout als eine Anlage mit einem unterbrochenen Produktionssystem. In diesem Sinne sind auch der Umfang und die Art und Weise der Produktion wichtig. Für die Massenproduktion werden andere Anforderungen gestellt als in einem kleineren Betrieb, in dem auch noch vieles per Hand gefertigt wird.

Zu berücksichtigen ist auch die Art der Maschinen. Geräte, die sehr laut sind oder Staub produzieren, erfordern ein besonderes Augenmerk, um die Beschäftigten so wenig wie möglich zu belasten.

Entscheidend für das Anlagenlayout ist nicht zuletzt, ob die Anlage in ein bestehendes Gebäude integriert werden soll oder ob durch einen Neubau mehr Spielraum beim Layoutentwurf bleibt, da bestimmte bauliche Maßnahmen angepasst werden können.

Ein gutes Anlagenlayout berücksichtigt neben den vorhandenen Mitteln und Vorgaben auch mögliche künftige Entwicklungen. Soll die Anlage in Zukunft wachsen? Soll Platz für Automatisierungen bleiben? Darüber hinaus gilt es, Flächen effektiv zu nutzen und sämtliche Bereiche der Anlage gut zugänglich zu gestalten. Im Rahmen des letzten Punkts müssen auch und vor allem Transportmittel wie Gabelstapler berücksichtigt werden.

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