Nachhaltigkeit in der Hüttenindustrie – ein wichtiger Wandel

Nachhaltigkeit in der Hüttenindustrie – ein wichtiger Wandel

Nachhaltigkeit in der Hüttenindustrie – ein wichtiger Wandel

Es lässt sich nicht abstreiten, dass die Hüttenindustrie zu einem der relevantesten Verbraucher von Energie und Ressourcen gehört. Zweifelsfrei ist aber auch klar, dass sie zu einem der wichtigsten Motoren der deutschen Industrie gehört. Wie aber ist es möglich, das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und das Thema Stahlproduktion unter einem Dach zu vereinen? Experten sind sich sicher, dass genau dieser Schritt gelingen wird.

Die Reduktion der Umweltauswirkungen ist der erste wichtige Schritt

Die Stahlproduktion ist seit jeher mit einem hohen Anteil an CO2-Emissionen verbunden. Der Hauptauslöser sind die Herstellungsprozesse von Metallen, Eisen und Stahl, die in Hochöfen durchgeführt werden. Zum Zwecke der Reduktion kommt primär Koks, ein Abbauprodukt von Kohle, zum Einsatz. Da dieser Vorgang sehr energieaufwendig ist, entstehen Treibhausgase, die dringend reduziert werden müssen.

Wir wissen um die Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Zukunft, daher wird es Lösungen geben, so der Experte von STEECO Germany, einem Unternehmen in der Hüttenindustrie.  Der wirtschaftliche Anreiz ist bereits gegeben, denn nachhaltige Produkte werden gefordert und gefördert. Es gehört zur sozialen Verantwortung, alle denkbaren Lösungsansätze zu prüfen und sie in das eigene Unternehmen mit aufzunehmen.

Wasserstoff statt Kohle – ein denkbarer Schritt zu einer grüneren Produktion

Wie gut Veränderungen auch in der Industrie funktionieren, hat die Digitalisierung im Maschinenbau gezeigt. Mittlerweile ist es für Pioniere dieser Zunft völlig normal, den Betrieb durch technische Lösungen auf stärkere Effizienz zu polen. Ähnliche Veränderungen sind auch in der Hüttenindustrie denkbar, denn es gibt Ansätze. Einer davon könnte der Einsatz von Wasserstoff im Austausch zu Kohle/Koks sein. Letzteres führt bei der Reduktion dazu, dass tonnenweise Kohlenstoffdioxid als überflüssiges Nebenprodukt hergestellt wird.

Kommt nun Wasserstoff zum Einsatz, lässt sich Kohlenstoff dadurch ersetzen. Auch Wasserstoff ist in der Lage, mit Eisenoxid zu reagieren und kann so Eisen und Wasser herstellen. Als Nebenprodukt bliebe Wasserdampf übrig, der wiederum als Ressource weiterverwendet werden kann – Stichwort Wärmerückgewinnung. Die Nachfrage nach grünem Stahl ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen und die Hüttenindustrie ist bereits aktiv dabei, Möglichkeiten des Wandels zu prüfen. Global gesehen ist der Sektor wichtigster Motor für das wirtschaftliche Leben der heutigen Generationen – Nachhaltigkeit ist hier ein Muss.

Weitere Maßnahmen, die in der Rohstahlerzeugung relevant sind

Jedes Jahr werden rund 1.885 Millionen Tonnen Stahl erzeugt, Tendenz steigend. Ob Gleisbau, Maschinenbau, Pharmaindustrie oder jeder andere Produktionssektor, ohne Stahl geht es nicht. Neben dem Umstieg auf Wasserkraft und erneuerbare Energien ist auch eine Erhöhung des Recyclinganteils ein wichtiger Bestandteil von grüner Produktion. Schrott lässt sich in den großen Öfen optimal recyceln und ist dabei energieeffizienter als die klassische Stahlherstellung. Wird mehr Stahl weitergenutzt, reduziert das einerseits die Emissionen, andererseits aber auch den Ressourcenabbau.

Um die Hüttenindustrie nicht vor unlösbare Voraussetzungen zu stellen, braucht es jedoch auch auf politischer Ebene ein Umdenken. Das heißt, dass Maßnahmen wie Steuervergünstigungen oder Zuschüsse auf Unternehmen einwirken können, die sich an nachhaltiger Stahlproduktion beteiligen können.

Zukünftig ist zu erwarten, dass durch Forschungen und Weiterentwicklung Lösungsansätze entwickelt werden, die der Hüttenindustrie zu einem neuen Image verhilft. Schon der gesellschaftliche Druck ist hier relevant, denn je mehr die Aufmerksamkeit auf „Green“ fällt, desto höher sind die Ansprüche an Industrien und Produktionen. Da die Hüttenindustrie das Herz der deutschen Industriestraßen ist, braucht es hier Veränderungen und diese werden bereits aktiv angegangen.

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