Krisenmanagement

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Krisenmanagement

Ist ein Unternehmen erstmal in die Krise gerutscht, gilt es schnell Maßnahmen zur Sicherung zu ergreifen. Im Idealfall nimmt das betroffene Unternehmen trotz der Krisensituation einen erfahrenen Restrukturierungsberater hinzu, statt an der falschen Stelle zu sparen. Denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen mit dem Personal, welches es in die Krise geführt hat, dort von alleine wieder herausfindet.

Wichtige erste Schritte in der Krisensituation sind:

  • Verständnis der realen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.
  • Sicherstellung der Liquidität / Beschaffung von Finanzierungen (Kreditlinien) und Gespräche mit den Banken.
  • Information der Belegschaft zur Sensibilisierung (auch zur Sicherstellung, dass wichtige Leistungsträger nicht das Unternehmen verlassen).
  • Gespräche mit dem Betriebsrat (sofern vorhanden), Abstimmung der Maßnahmenpläne, die das Personal betreffen.
  • Festlegung der adäquaten Maßnahmen, z. B. Kurzarbeit, Entlassung, Lohnkürzung etc.
  • Suche nach Alternativen: operative Partnerschaften, strategische Partnerschaften, Verkauf von Assets.
  • Konzentration der Belegschaft auf das Kerngeschäft – nur ein Krisenteam arbeitet an den Maßnahmen, der Rest ist fokussiert auf die Generierung von Umsatz und Ertrag.

Gerade die Koordination der Vielzahl an Tätigkeiten erfordert die Einsetzung eines externen Beraters als Krisenmanager, der die kurzfristige Sicherung und mittelfristige Restrukturierung koordiniert. Dies ist auch ein grundsätzlicher Faktor bei der Beschaffung von Liquidität, auf den die Banken bei den Gesprächen schauen, teilweise gar bestehen.

 

Keine Restrukturierung ohne Kommunikation

Kommunikation ist eines der am meisten behandelten Themen in der Wirtschaftsliteratur der letzten Jahre. Trotz vieler Ansätze bleibt aber festzustellen, dass zwischen der Theorie und der Praxis meist eine Lücke klafft. In der Praxis hängt der Erfolg der Restrukturierungsmaßnahmen in großen Teilen von der richtigen Kommunikation ab. Leider liegt in der (Beratungs-)Praxis oftmals der Fokus auf der Strategieentwicklung und deren Umsetzung, ohne Rücksicht auf andere Faktoren, wie die Mitarbeiter sowie Share- und Stakeholder. Auf der anderen Seite wird von Seiten der Auftraggeber gerne an Aufgaben und Modulen gespart, von denen sich nicht viel erwartet wird, oder aber die intern übernommen werden kommen.

Ist der Restrukturierungsprozess erstmal am Laufen, gerät gerade die Kommunikation schnell ins Hintertreffen. Problematisch ist dabei, dass oft die Kommunikationsstrategie nicht parallel zur Restrukturierungsstrategie erarbeitet und abgestimmt wird. Später im Prozess, wenn es bereits Beschwerden oder Probleme gibt, ist es sehr schwer durch eine gute Kommunikation noch etwas zu retten – es gerät zur reinen Überlebensstrategie.

Change-Management und Kommunikationsmanagement (als Teil des Change-Management) steuern grundsätzlich zum Projekterfolg entscheidend bei. Sparen and der falschen Stelle dagegen führt direkt zu höheren Folgekosten.

 

Fazit

An einem fehlenden bzw. ineffektiven Krisenmanagement sind bereits viele Unternehmen gescheitert. So weit muss es nicht kommen! Inzwischen existieren zahlreiche Hilfsmöglichkeiten für Unternehmen, die in eine Krise geraten sind. Experten und Berater bieten sowohl individuelle Hilfe als auch vorgefertigte „Blueprints“ an, mit denen die notwendigen Gegenmaßnahmen gestartet werden können. Wichtig ist, die Krisensituation möglichst frühzeitig zu erkennen – je früher, desto besser! Auch dabei können Experten und Berater helfen, die den „Blick von außen“ auf das Unternehmen richten und sich anbahnende Schräglagen oft viel früher erkennen können als die Unternehmensführung.

 

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