Digitalisierung im Maschinenhandel: Neue Perspektiven für Wachstum und Nachhaltigkeit

Digitalisierung im Maschinenhandel

Digitalisierung im Maschinenhandel: Neue Perspektiven für Wachstum und Nachhaltigkeit

Trotz schwieriger Voraussetzungen hat die Digitalisierung mittlerweile auch den (Gebraucht-)Maschinenhandel voll erfasst. Daraus ergeben sich neue Chancen für Käufer und Händler.

Ähnlich, wie der Maschinenhandel schon seit nunmehr über 150 Jahren einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt, ist auch die Digitalisierung kein gänzlich neues Phänomen mehr – auch wenn sie im Bewusstsein vieler Menschen erst in der jüngeren Vergangenheit vollständig angekommen sein mag. Dessen ungeachtet galt der Maschinenhandel lange Zeit nicht unbedingt als besonders digitalisierungsaffine Branche. Historisch betrachtet hat dies unter anderem mit der nicht für den Massenmarkt bestimmten Beschaffenheit von Maschinen zu tun, die ihrem Wesen nach primär für eine begrenzte Anzahl an spezialisierten Betrieben von Interesse sind. Hieraus ergab sich ein eher eng gefasstes Einzugsgebiet, das im Handel mit Gebrauchtmaschinen noch einmal stärker ins Gewicht fiel. In einem solchen Marktumfeld konnten sich traditionelle beziehungsweise analoge Vertriebsstrukturen zunächst besonders lange halten.

 

Pioniere der Digitalisierung im Maschinenhandel

Mittlerweile gibt es jedoch auch im Maschinenhandel deutliche Anzeichen für einen langfristigen Paradigmenwechsel. Während es noch Ende der 1990er kaum umfassende Online-Plattformen zum Handel mit gebrauchten Maschinen gab, sind mittlerweile zahlreiche Anbieter in diese Sparte vorgedrungen. Zu den Pionieren der Digitalisierung darf in diesem Zusammenhang die Firma Surplex genannt werden, die bereits 1999 als Startup-Projekt gegründet wurde und seitdem stark expandieren konnte. Über die webbasierte Handelsplattform des Industrieauktionshauses mit Sitz in Düsseldorf wurden allein im Jahr 2020 ungefähr 600 Auktionen über mehr als 50.000 Industriegüter abgewickelt, was einem Umsatzvolumen von etwa 100 Millionen Euro entspricht. Das Unternehmen selbst beschäftigt heute 200 Mitarbeiter in dreizehn europäischen Ländern.

 

Neue Impulse für den Gebrauchtmaschinenmarkt

Die Erfolgsgeschichte von Surplex spiegelt auch das bei Weitem noch nicht ausgeschöpfte Wachstumspotential des Gebrauchtmaschinenhandels im Zeitalter der Digitalisierung wider. Ganz grundsätzlich kommt der Branche die wachsende Einsicht in den Betrieben entgegen, dass Bedarf an zusätzlicher maschineller Ausstattung nicht immer gleich durch Neuanschaffungen gedeckt werden muss. Ganz im Gegenteil erscheinen Gebrauchtkäufe sogar häufig als die betriebswirtschaftlich weitaus sinnvollere Variante: Wer sich für gebrauchte, aber weiterhin intakte beziehungsweise generalüberholte Maschinen entscheidet, kann im Optimalfall das Eingehen neuer finanzieller Verbindlichkeiten vermeiden und dennoch qualitativ hochwertige Markenprodukte erhalten. Hinzu treten Aspekte der Nachhaltigkeit, die im Selbstverständnis von immer mehr Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen: Die Weiternutzung anstatt Entsorgung gebrauchter Maschinen spart Ressourcen und schont die Umwelt.

 

Vorteile für Käufer und Verkäufer

Die vormals so schwierige Herausforderung, Angebot und Nachfrage im Maschinenhandel systematisch zusammenzuführen, wird durch die Möglichkeiten der Digitalisierung zum Teil stark relativiert. Überregional oder sogar weltweit operierende Online-Plattformen erlauben es Verkäufern, über einen ungleich größeren Kreis potentieller Interessenten höhere Nachfrage zu generieren und dadurch bessere Preise zu erzielen. Umgekehrt profitieren Käufer nicht nur von einem verbreiterten Angebot an Gebrauchtmaschinen, sondern auch von besserer Vergleichbarkeit und erhöhter Preistransparenz. Gerade für in Schwellenländern ansässige Unternehmen können Gebrauchtkäufe mit Effizienzgewinnen einhergehen, die wiederum einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Ebenfalls von Bedeutung für den Maschinenhandel ist der Umstand, dass die Digitalisierung unter der Bezeichnung Industrie 4.0 gerade in eine neue Phase eintritt: Während große Konzerne diesbezüglich im Vorteil sein mögen, dürften die im Zuge der dabei anfallenden Umrüstungsprozesse freiwerdenden, nach wie vor relativ modernen Gerätschaften ihren Weg in den Sekundärmarkt finden und dort für weiteren Aufschwung sorgen.

 

Sicherheit durch “Full Service”-Angebote

Hersteller und Verkäufer profitieren zusätzlich über die Aussagekraft der via Online-Marketing gewonnen Daten, zum Beispiel im Hinblick auf die Zufriedenheit der Nutzer. Daraus lassen sich in weiterer Folge präzisere Vermarktungsstrategien ableiten. Während der digitalisierungsgetriebene Trend zum Gebrauchtkauf im Maschinenhandel also zahlreiche Vorteile sowohl für Käufer als auch Verkäufer mit sich bringt, sind einige der Vorsicht geschuldete Begleitvorkehrungen unerlässlich. Diese beziehen sich insbesondere auf die Vermeidung von Blindkäufen über das Internet ohne vorangehende Besichtigung und fachmännische Feststellung der Funktionsfähigkeit. Führende Maschinenhandel-Plattformen haben diese Problematik längst erkannt und begegnen ihr mit passenden Lösungsansätzen: Die Firma Surplex sticht dabei durch ihr global abrufbares “Full Service”-Angebot hervor, das neben der Bereitstellung einer Auktionsplattform auch eine Inspektion und objektive Bewertung der angebotenen Maschinen umfasst.

Fazit: Die Digitalisierung hat längst auch den Maschinenhandel erfasst – wer die damit einhergehenden Chancen erkennt und rechtzeitig ergreift, kann erhebliche Einsparungen beziehungsweise hohe Umsätze erzielen. Auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der ökologischen Verantwortung ergeben sich daraus neue Handlungsperspektiven für gemeinwohlorientierte Unternehmen.

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