Krankenversicherung als Privatier – privat oder gesetzlich?

Krankenversicherung als Privatier - privat oder gesetzlich?

Krankenversicherung als Privatier – privat oder gesetzlich?

Auch für einen Privatier ist in Deutschland eine Krankenversicherung unerlässlich Die Arbeitnehmer sind hier gesetzlich versichert und hier werden die Beitragsbeträge monatlich vom Gehalt abgerechnet. Der bürokratische Aufwand für die versicherte Person ist gering und die Leistungen der einzelnen Krankenkassen sind größtenteils vergleichbar.

Bei einem Privatier ist das ein komplett anderer Vorgang. Hier ist kein Arbeitgeber vorhanden, der sich um die Krankenversicherung kümmert. Der Privatier muss selbst überprüfen, welche Krankenversicherung für ihn die vernünftigste Lösung ist. Dabei geht es für ihn zunächst einmal um die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder einer privaten Versicherung.

Gesetzliche Krankenversicherung

Bei der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland handelt es sich um eine Solidarsystem. Diesen Versicherungen können grundsätzlich alle Versicherte angehören. Hierbei wird von dort aus eine Grundversorgung angeboten. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung besteht auch die Verpflichtung, grundsätzlich jede Person, die einen Antrag stellt, aufzunehmen. Dadurch wird in Deutschland für jeden die Möglichkeit geboten, über eine Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung zu verfügen.

Die Basis für die Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung ist das Einkommen. Die Beiträge betragen 14,6 Prozent der Einkünfte. Dabei werden bei den Arbeitnehmern und den Arbeitgeber die Beiträge jeweils zur Hälfte übernommen. Desweiteren wird von den einzelnen Krankenkassen noch ein Zusatzbeitrag von im Durchschnitt 1,3 Prozent erhoben, der dann auf die 14,6 Prozent dazu geschlagen wird.

Hinzu kommt noch der Beitrag zur Pflegeversicherung für gesetzlich Krankenversicherte von 3,05 Prozent (für Kinderlose 3,3 Prozent). Dadurch kommt man dann auf ungefähr auf 18 bis 19 Prozent vom Bruttoverdienst (gesetzliche Krankenversicherung, gesetzliche Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag Krankenversicherung).

Der Minimalbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung, welche die Personen mit geringen Einkommen bezahlen müssen, liegt bei ungefähr 170 Euro pro Monat. Dazu gehören beispielsweise Selbstständige, Studenten oder auch Privatiers, die sich freiwillig versichern lassen wollen.

Für gut verdienende Personen ist es bei der Gesetzlichen Krankenversicherung von Vorteil, dass der maximale Beitrag gedeckelt ist. Hier liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei ungefähr 4.800 Euro.

Ehepartner, die über kein eigenes Einkommen verfügen, und Kinder sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert.

Private Krankenversicherung

Der Beitrag für eine Private Krankenversicherung ist abhängig vom Gesundheitszustand und in diese Versicherung wird nicht jede Person aufgenommen. Somit ist die Private Krankenversicherung für Selbstständige, Arbeitnehmer mit hohem Gehalt und für Beamte attraktiv. Je älter die versicherte Person ist, desto höher sind auch die Beiträge. Diese können dann auch für Privatiers zu einer Belastung werden.

Bei dieser Art der Versicherung werden die monatlichen Beiträge abhängig vom jeweiligen Gesundheitszustand und dem Alter der versicherten Person festgelegt. Auch der Leistungsumfang ist unterschiedlich und geht, je nach Beitrag, über die Basisversorgung hinaus. Dazu gehören zum Beispiel auch Kostenübernahmen für einen Heilpraktiker, für die zahnärztliche Behandlung, für Kuraufenthalte, oder für verbesserte Leistungen bei Krankenhausaufenthalt. Ein Wechsel von der Privaten Krankenversicherung zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung ist schwierig.

Die Beitragshöhe liegt hier im Durchschnitt zwischen 300 bis 1000 Euro, je nach Tarif, pro Monat.

Hier werden schön die Unterschiede herausgearbeitet.

Fazit

Eine Private Krankenversicherung ist aufgrund der zusätzlichen Leistungen dann vorteilhaft, wenn bei der versicherten Person keine Vorerkrankungen vorhanden und die Rücklagen und das Einkommen so gestaltet ist, dass die höheren Beiträge hierfür auch im Alter abgedeckt sind. Sonst kann diese Versicherungsart zu einer hohen Belastung werden.

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